Aktuelles

Umwelttag der Jägerschaft Burgenlandkreis e.V.

Unser diesjähriger Umwelttag findet am 27. und 28.03.2021 statt.

Zur Verschönerung unserer Natur sind alle Jäger aufgerufen, illegal abgelagerte Abfälle in Ihren Revieren zu sammeln und diese einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuzuführen. Für die gesammelten Abfälle werden an drei Sammelpunkten Container bereitgestellt. Umweltfreunde, Angehörige und Gäste sind herzlich eingeladen, an unserem Umwelttag aktiv teilzunehmen.

In der aktuellen Zeit ist es aber auch nötig, an die bestehenden Corona-Regeln zu erinnern. Das Einsammeln des Mülls sollte deshalb in kleinen Gruppen und mit ausreichend Abstand zu Anderen erfolgen.

Es ist unbedingt darauf zu achten, dass nur Abfälle, die in der freien Landschaft eingesammelt werden, in den bereitgestellten Containern entsorgt werden. Alle Ablagerungen müssen zur Nachweispflicht vor dem Aufsammeln, an Ort und Stelle per Handyfoto mit freigeschalteten GPS-Daten dokumentiert gesendet werden.

Die Standorte der bereitgestellten Container sind:
• Großwilsdorf, Kleinjenaer Str. 6 (gegenüber Agrar GmbH)
• Pomnitz, Nr. 19 (Gerätestellplatz der Landgut Möllern GmbH)
• Großgestewitz, An der L200 (Silovorplatz zwischen Löbitz und Beuditz)

Illegale Müllablagerungen sollen zukünftig dem Umweltamt des BLK oder dem Ordnungsamt schriftlich angezeigt werden. Hierfür empfiehlt sich das Umweltradar des BLK (https://umweltradar.blk.de/meldeapp_burgenlandkreis)

Ansprechpartner: Herr Baumgarten
Tel.: 0160 / 31 43 864



Projekt Stockente Saale -Wethau

Start März 2020

Im Rahmen der Tätigkeit der AG Niederwild des LJV S/A entstand 2018 die Idee, nach dem Behauptungen durch Nabu Mitgliedern, das durch unkontrollierte Jagd der Bestand an Stockenten und anderen jagdbaren Wassergeflügel in seinem Bestand stark rückläufig ist. Dies wurde mehrfach in der Presse dargestellt. Die Jäger stellen nicht nur fest, sondern helfen und verändern. Die Ursachen sind vielfältiger Natur. Sie beginnen mit dem weiteren Ausbau des Saale Tourismus. Der Bootsverkehr zwischen Camburg und Naumburg hat den Druck auf brütendes Wassergeflügel verstärkt. Bei stellenweisen 300 Bootstouren pro Tag bis in die späten Abendstunden tritt keine Ruhe am Gewässer e in. Seltene Arten wie Eisvogel sind schon wieder verschwunden oder haben sich rar gemacht. Das natürliche und noch nicht begradigte Flussbett der Saale wird an seinen Ufern radikal genutzt, vermüllt und mit Exkrementen hinterlassen. Trotz Ausweisung als Natura 2000 Gebiet. Heimisches Raubwild und invasive Arten wie Mink und Waschbär nutzen dies natürlich aus. Aus den dargestellten Sachverhalten musste ein Konzept erstellt werden, um geschützte Nistmöglichkeiten ohne großen Raubwilddruck zu schaffen. Als geeignete natürliche Revierteile ohne großen Zivilisationsdruck und mit kontrollfähigem Vandalismus, erwiesen sich dabei die Flüsse Saale und Wethau, vor allem mit ihren Nebenarmen, natürlichen Überschwemmungsgebieten und Teichen mit Schilfbewuchs, als sehr geeignet. Dies ist jedoch nur möglich durch den Aufbau und die Nutzung revierübergreifender Strukturen. So wurde 2019 durch Wolfram Hein mit den Anglern und den Revierinhabern von Großheringen erste positive Gespräche geführt und  deren Beteiligung erreicht. Mit unserem Nachbarjagdverband besteht darüber weitgehend Konsens. Dafür unseren Thüringer Kollegen ein Petridank und ein Weidmannsdank.

Auf unserer Seite sind die Mitglieder der JS BLK e.V. insbesondere die Hegeringe Löbitz und Pödelist durch die Revierinhaber an Saale und Wethau betroffen. Daran schließen sich die Mitglieder des Jagdvereines Weißenfels mit den Revieren Markwerben, Uichteritz, Langendorf und Leißling an. Mit der Einbeziehung der Jägerschaft Hohenmölsen werden die wertvollen Biotope der Bergbaufolgelandschaft mit eingebunden und bilden eine einzigartige Symbiose. Es wurden eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Verbesserung der Brutmöglichkeiten begutachtet und getestet. Rücksprache gehalten und mit der JS Köthen, Dr. Scholz, deren Versuch mit South Dakota Hen Houses kritisch ausgewertet. Weitere Nachfragen und Beurteilungen führten zur Entscheidung Dakota Hen Houses mit vielen wichtigen Ergänzungen und Verbesserungen als Bruthilfe zu verwenden.

Maßnahmebeginn war im März 2020 im Revierteil Großgestewitz des HR Löbitz durch Joachim Porzig in dem 5 der ersten selbst gebauten Dakota South Hen Houses aufgestellt wurden. Diese Häuser bestehen aus verzinkten 2“Rohr,oder Robinienstamm glatt, mit einem Aufbau aus Schilf, doppelt eingerollt in Geflügeldraht. Durch den glatten Stamm können Fressfeinde und Gelegeplünderer, wie Waschbär oder Mink nicht in das Nest eindringen.

Im Projektgebiet hat sich der Besatz an Waschbären und Mink erheblich gesteigert, so das im Ergebnis eines Jagdjahres je Revier bis zu 47 Waschbären gefangen oder erlegt werden konnten.

Im Laufe des Jahres 2020 übernahm der HR Löbitz unter Leitung von G. Rindfleisch den weiteren Projektausbau. Es wurden weitere 20 Hen Houses aufgestellt, bereitgestellt durch ein Projekt im Freiwilligen Ökologischen Jahr. Über die Reviere Leißling F. Helm und Weißenfels/Langendorf A. Deubel wurde so erstmalig der Anschluss von der Wethau zur Saale hergestellt. Zwischenzeitlich wurden weitere Revierteile in Löbitz ausgebaut. In der Folgezeit 2021 wird  trotz Corona der weitere Ausbau Beuditz , Wettaburg und Mertendorf erfolgen und eine große Lücke geschlossen. Nach Abschluß der Aufstellung muss mit der Planung von Fallensystemen zum Fang von Waschbär und Mink begonnen werden. Die durch Fördermittel bereitgestellten Fallen brachten gutem Erfolg. Fellwechsel freut es.

Im Jahre 2021 erfolgt die weitere  Aufstellung von 40 Hen Houses um den Anschluss Saale Weißenfels – Wethau ( Eulau, Goseck, Markwerben und Uichteritz) und den Thüringer Saaleteil (Schieben-Großheringen) zu vollenden.

Die erste Belegung löste einen positiven Optimismus aus.
Die ersten Anzeichen der vollen Nutzung der Hen Houses durch Stockenten wurden nachgewiesen.

Im Frühjahr und im Herbst 2020 erfolgten Zählungen durch Sichtbeobachtung auf einer vereinbarten Taxationsfläche. In der Jahresauswertung konnte festgestellt werden, das auf der Taxationsfläche 2 Gelege und 4 Schofe mit 3,6,8 und 9 Küken gezählt werden konnten. Das Geschlechterverhältnis ist leider zu Gunsten der Erpel verschoben. Eine Tendenz die aus vielen Revieren berichtet wird. Dies ist ein wichtiger Beobachtungspunkt der bei den jagdlichen Aufgaben durch alle Mitglieder des HR Löbitz berücksichtigt werden muss. Eine weitere wichtige Information war die Beobachtung von Angriffen durch Nilgänse auf Hen Houses. Nilgänse nutzen in letzter Zeit verstärkt Brutgebiete und Brutmöglichkeiten von Stockenten. Mit der Einführung der Bejagungszeit von Nilgänsen besteht damit die Möglichkeit die Hege der Stockente aktiv zu unterstützen.

Was sind nun die ersten wichtigsten Erkenntnisse?

  • Länder- und revierübergreifend wird ein Projekt etappenweise installiert in vorbildlicher Zusammenarbeit von Jägern untereinander im Rahmen des Naturschutzes
  • Die einen stellen fest, sondern wir verändern
  • Gemeinsame Hege
  • Gemeinsame Nutzung
  • Gemeinsame Verantwortung für Nachhaltigkeit
  • Gemeinsamer Fang von Raubwild und invasiven Arten – gemeinsam und nicht einsam
  • Wir Jäger

Weitere Aufgaben:

  • Ausbau der Zusammenarbeit mit den Anglerverbänden auf 35 km Saale und 15 km Wethau
  • Etappenweise Installation von Fallensystemen (AIHTS und Mink Police)
  • Nutzung Hundeausbildung
  • Arbeit für brauchbare Hunde Wasserarbeit
  • Einarbeitung in die gesetzliche Anpassung bleifrei am Wasser

Projektverantwortung.

Beratung mit allen Jägerschaften über die gemeinsame Projektfortsetzung
Besetzung der Gesamtprojektleitung -paritätisch
Festlegung von Zielen und deren Auswertung
Klärung von Finanzen

Vorschlag seitens der JS BLK e.V und für den Bereich Gerold Rindfleisch und Joachim Porzig

Wolfram Hein
Vizepräsident des LJV ST 


Landesjagdgesetz Sachsen-Anhalt

Hier können Sie sich das aktuellste Landesjagdgesetz Sachsen-Anhalt herunterladen.
Die wichtigsten Änderungen darin, haben wir noch einmal aufgelistet:

  • Einführung einer Mitwirkungspflicht für Landwirte zur Verhinderung von Wildschäden in Mais und Rapskulturen (§ 35 Abs. 1)
  • Aufhebung des jagdlichen Schalldämpferverbots (§ 23 Abs. 2)
  • Aufnahme der Nilgans in das Jagdrecht Sachsen-Anhalts (§ 4)
  • Aufhebung des Elterntierschutzes für Nutria (§ 27 Abs. 5)
  • Ausnahmeregelung während Erntejagden beim Schießen von Kraftfahrzeugen sowie maschinengetriebenen Wasserfahrzeugen (§ 23 Abs. 1 Nr. 1)
  • Kostengünstige Jagdkatasterdaten für Jagdgenossenschaften (§14 Abs. 6)
  • Erleichterungen bei der Übertragung von Vollmachten zur Vertretung in der Jagdgenossenschaften (§ 14 Abs. 4 )
  • Einführung freiwilliges Moratorium zum Rebhuhn
  • Einführung von regionalen Schonzeiten für die Türkentaube
  • Verlängerung des temporären Abschussverbots für den Iltis um ein Jahr
  • Erweiterte Befugnisse beim Aussetzen von Wild (§33)
  • Aufhebung des Fütterungsverbots für Rebhuhn- und Fasanenküken  (§34 Abs. 4)